Katzänalarm

quelle: flickr.com von plenet

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Alle haben eine. Alle wollen eine. Oder doch nicht. Wir haben schon eine, beziehungsweise zwei, drei – naja sagen wir zweieinhalb.

Folgendes ist geschehen. Wir hatten schon immer zwei schwarze Hauskatzen. Nichts Aufregendes oder Spektakuläres in Sachen Farbe und Aussehen. Ganz normale Katzen halt oder auch nicht…Wir holten sie vom Tierarzt und der hatte sie von einem Bauernhof. Dort ging es ihnen nicht so gut. Zudem wurden sie mit dem von Tierfängern so geliebten Fangnetz eingefangen. Keine gute Idee, wie sich noch herausstellen sollte. Denn nach gut zwei Jahren mussten wir feststellen, dass sich am scheuen Verhalten der Katzen nichts geändert hat. Noch immer liefen sie mehr oder weniger in eine sichere Ecke, wenn wir uns ihnen näherten. Nur beim Fressen gab es vielleicht mal die oder andere Chance, sie in einem unvorsichtigen Augenblick ein wenig zu streicheln. Sonst war nicht viel möglich. Motto: Anschauen ja, aber nicht berühren.

So konnte und durfte es nicht weitergehen! Was also tun? In der Hoffnung, dass die Beiden ein neuer Artgenosse etwas auftauen lassen würde, machten wir uns auf die Suche nach dem perfekten Freund für unsere Salontiger. Schnell wurden wir fündig. Als der neue kleine Kerl zu Hause ankam, waren alle ganz aufgeregt. Er miaute wie wild, wenn er sich im Spiegel sah, wohl in Sehnsucht nach seinen Brüdern und Schwestern. Zum Glück gab sich dieses Gefühl alsbald.

quelle: flickr.com von Freak xD

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Nun also zur Vereinigung unser drei Kätzchen. Neugierde gepaart mit Aufregung und Abneigung würde ich mal sagen. Katzen auf den Schränken und unter den Sofas war die anfängliche Folge. Wir hatten also nun zwei Männer und eine Frau. Und die Frau kam auf den neuen Mann so gar nicht klar. Ihre nicht vorhersehbare Option äußerte sich wie folgt – sie suchte das Weite und kam nicht wieder. Wir verfügen über einen kleinen Garten, in dem sich unsere vierbeinigen Freunde immer schön austoben können. Normalerweise kommen sie im Laufe des Tages irgendwann wieder nach Hause, spätestens wenn der Magen knurrt. Diese Option zog die genannte Dame eines Tages nicht mehr. Heißt so viel wie, dass sie nun auf dem Balkon ihr Haus stehen hat, den ganzen Tag draußen in den Gärten unterwegs ist und zumeist nur am Morgen oder Abend zu sehen ist. Die anderen Beiden kommen inzwischen sehr gut miteinander klar. Schlafen regelmäßig nebeneinander und sind draußen auch immer zusammen am Fische stehlen oder Vögel jagen. Dies also zur Erklärung der Zahl „zweieinhalb“. Zwei sind drin und ab und zu mal draußen – je nach Wetterlage. Eine ist immer draußen und schaut schön durch die Scheibe in das, was auch ihr einmal gehörte. Ansonsten gibt es immer mal Ärger, wenn sich die Wege der Außenkatze und Innenkatzen kreuzen. Zumeist ist mit fauchen und knurren alles gesagt und man geht sich ohne weiteres Blutvergießen aus dem Weg.

Bleibt zu resümieren: Die beiden Innenkatzen sind super toll und verschmust. Auch der „alte“ Kater ist nun besser zu handhaben. Streicheleinheiten sind keine Seltenheit und manchmal bettelt er regelrecht danach angetatscht zu werden. Der neue Kater ist ein Frechdachs durch und durch. Er ist der neue Herr im Haus und lässt dies auch alle wissen. Alles und alle sollten am Besten nach seiner Pfeife tanzen. Er beansprucht alle Plätze und alles Futter für sich. Aber auch damit hat sich der andere Kollege von innen arrangiert. Die Außenkatze ist mehr oder weniger wie immer – nur halt nicht mehr IN der Wohnung. Anschauen ja, aber mehr gibt es nicht und mehr wird es wohl auch nie mehr geben. Aber auch sie hat sich mit ihrem Leben abgefunden und dreht täglich ihre Runden. Also jeder so wie er möchte. Die Katzen regieren unsere Welt und das ist auch gut so, denn ohne sie wäre unser Leben wohl nicht so lustig!

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